Selbstverteidigung für Kinder: Nachwuchs stärken

 

 

In einer Zeit, in der sich das subjektive Sicherheitsempfinden bei den Menschen als schlechter werdend darstellt, denken viele Eltern darüber nach, ob sie bereits in jungen Jahren ihre Kinder bei einem Selbstverteidigungskurs anmelden sollen. Grundsätzlich schadet es nicht, wenn ihr Kind weiß, wie es in bedrohlichen Situationen handeln sollte.

 

Charakterstärkung

 

Selbstverteidigung bedeutet in diesem Zusammenhang vorrangig, dass das Kind ein sichereres Auftreten an den Tag legt. Gerade im Hinblick auf das Phänomen des Mobbing in der Schule und während der Freizeit, ist es hilfreich, wenn Kinder einen gestärkten Charakter und ein angemessenes Selbstwertgefühl besitzen.

 

Wenn dann auch noch ihre Aufmerksamkeit für bedrohliche oder unangenehme Situationen geschult ist, können sie Konflikten gewaltlos, aber dennoch als Gewinner, aus dem Weg gehen. Eine körperliche Auseinandersetzung gilt es nach Möglichkeit zu vermeiden.

 

Richtiges Verhalten

 

Wenn allerdings doch eine bedrohliche Situation eintritt, weil etwa eine Gruppe von Mitschülern ihr Kind massiv bedroht und gemeinsam bedroht, gilt es, dass das Kind sich richtig verhält. Auch gegen Erwachsene, die ihrem Kind Unheil wollen, gibt es effektive erlernbare Verhaltensmaßnahmen. In solchen Fällen ist es wichtig, das Umfeld auf die Situation aufmerksam zu machen.

 

Eine Situation, die im Stillen stattfindet, wird oftmals von anderen Menschen in der Nähe nicht als eine Gefahr für das Kind wahrgenommen. Deshalb sollten der Junge oder das Mädchen durch Rufen und Schreien andere Passanten auf sich aufmerksam machen. Ein Täter, der ungewollte Aufmerksamkeit erfährt, wird, wenn es Zeugen geben könnte, sehr schnell von der geplanten Tat ablassen.

 

Ihr Kind sollte auch versuchen wegzulaufen und dabei andere Menschen um Hilfe zu bitten. Erwiesenermaßen erzielen diese einfachen Vorgehensweisen höhere Erfolge, als wenn das Kind versucht sich körperlich zu wehren.

 

Die Auswahl des passenden Kurses

 

Um die aufgeführten Vorgehensweisen zu lernen sind die dargebotenen Kursziele und -inhalte ein wichtiges Auswahlkriterium. Grundsätzlich sollte gelten, dass ihre Kinder Kurse dieser Art freiwillig besuchen, da sie dann bereit sind etwas zu lernen und auch noch Spaß daran haben. Neben speziellen Selbstverteidigungskursen besteht auch die Möglichkeit, dass ihr Kind eine Kampfsportart betreibt.

 

Hier gilt es das jeweilige Alter des Kindes zu beachten, da nicht alle Kampfsportarten bereits für Grundschulkinder geeignet sind. Judo, Karate und Taekwondo eignen sich bereits für Kinder beiderlei Geschlechts ab sechs Jahren, Aikido dagegen sollten Kinder erst ab einem Alter von zwölf Jahren beginnen.

 

Neben einer Charakterstärkung bieten Kampfsportarten viele weitere Effekte, da das Kind nicht nur lernt seinen Körper zu beherrschen, sondern auch erfährt, dass es wichtig ist sich an festen Regeln und Werten zu orientieren. Kampfsportarten helfen schüchternen Kinder sich zu behaupten und ermöglichen generell ein sichereres Auftreten im Alltag. Platzsparende Fitnessgeräte können zu Hause auch Kindern nützen!

 

Krav Maga als Selbstverteidigung

 

Hinter diesem ursprünglich aus dem hebräischen stammenden Wort, das so viel wie „Kontaktkampf“ bedeutet, verbirgt sich eine Kombination verschiedener Kampftechniken zu einer neuen. Krav Maga ist dadurch, dass diese Technik auf natürliche und instinktive Reaktionen aufbaut, recht schnell zu lernen. Es handelt sich hierbei nicht um eine Sportart, sondern um ein reines Selbstverteidigungssystem, bei dem es keinerlei Wettkämpfe gibt.

 

Weltweit wird Krav Maga betrieben, um neben dem Zusatznutzen der körperlichen Fitness in der Lage zu sein, sich selber gegen Übergriffe zu verteidigen. Speziell für Kinder entwickelte Krav Maga-Kurse bietet z.B. das Trust Martial Arts Unternehmen aus Rudersberg unter der Bezeichnung Krav Maga Values an verschiedenen Standorten an.


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